Moderierte Gefährdungsbeurteilung bei der Ermittlung der psychischen Belastungen

Die gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie listet verschiedene Möglichkeiten für die Gefährdungsbeurteilung  der psychischen Belastungen auf. Je nach Situation können diese Analyseworkshops, Beobachtungsinterviews oder Mitarbeiterbefragungen erfolgen.

Ich biete  hierfür ein von der BGW / inqa entwickeltes moderiertes Verfahren an.

Moderierte Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass Mitarbeiter sehr intensiv in den Prozess eingebunden werden. Unterschiedliches Verständnis von Befragungen, Ausblendung der Erlebnisse der Mitarbeiter und die manchmal an den Zufall gekoppelte Erfassungstiefe von Beobachtungen und Interviews werden bei diesem Verfahren vermieden.

Die moderierte Gefährdungsbeurteilung verläuft in zwei bis drei Workshops (Mitarbeiterversammlungen) und umfasst den gesamten Prozess der Gefährdungsbeurteilung: in dem ersten Workshop erfolgt die Analyse vorhandener Belastungen, im zweiten Workshop (die beiden Workshops lassen sich auch zusammenfassen) werden diese beurteilt und Lösungsvorschläge durch die Mitarbeiter erarbeitet. Die Ergebnisse sollen anschließend der Geschäftsführung / Leitung präsentiert und umgesetzt werden. Im dritten Workshop erfolgt die Wirkungskontrolle und Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung.

Mit dieser Systematik decken Sie den Prozess der Gefährdungsbeurteilung umfänglich ab. Durch meine Weiterbildung zum systemischen Arbeitsschutzberater bei der BGW unterstütze ich Sie bei allen Schritten.

Weiterbildung

Unsere Gesellschaft entwickelt sich in einem rasanten Tempo, unser Wissen vervielfacht sich in immer kürzeren Zeitabständen und wir sind ständigen Veränderungen ausgesetzt. Für viele Berufe bedeutet dies lebenslanges Lernen, um am Ball bleiben zu können.

So auch in der Arbeitssicherheit: die Tätigkeit als Berater erfordert eine kontinuierliche Erweiterung und Auffrischung des Wissens um aktuelle Gesetze, Vorschriften, Regeln, Normen und den Stand der Technik. Die Verpflichtung zur Fortbildung ergibt sich auch aus dem ASIG.

Um Auftraggebern darlegen zu können, dass dieser Verpflichtung nachgegangen wird, hat der Branchenverband VDSI den sogenannten Weiterbildungsnachweis eingeführt. Der VDSI kontrolliert die Fortbildungsnachweise und vergibt nach einem festgelegten Bewertungssystem „Fortbildungspunkte“. Der Nachweis muss jährlich erneuert werden.  Nur als aktuell informierte Fachkraft für Arbeitssicherheit ist eine hochwertige Beratertätigkeit möglich. Meinen aktuellen Weiterbildungsnachweis finden Sie hier:

VDSI Weiterbildungsnachweis 2017 Sören Grünberg

MuSchG neu ab 2018

Am 1.1.2018 ist die neueste Fassung des Mutterschutzgesetzes in Kraft getreten.

Neu ist z.B., dass die Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz in das neue Mutterschutzgesetz integriert wurde. Weiterhin wurde der Geltungsbereich auf Auszubildende und Praktikantinnen sowie arbeitnehmerähnliche Personen, Frauen in Freiwilligendiensten und arbeitnehmerähnlichen Beschäftigungsverhältnissen, behinderte Frauen (in Werkstätten für Menschen mit Behinderung) sowie Entwicklungshelferinnen erweitert. Außerdem wurden Fristen verändert sowie das Verbot von Überstunden und Sonn- und Feiertagsarbeit branchenunabhängig gestaltet.

Eine Kurzübersicht findet sich z.B. hier.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes bringt das MuSchG im Bereich der Gefährdungsbeurteilungen Änderungen mit sich: Es sind für jede Tätigkeit, denen eine schwangere oder stillende Frau oder deren Kind ausgesetzt ist oder werden könnte die möglichen Gefährdungen nach Art, Ausmaß und Dauer zu beurteilen (siehe Seite 12 der Infobroschüre des BMFSFJ). Deshalb müssen auch die Themen der Unterweisung an die erweiterte Gefährdungsbeurteilung angepasst werden. Als Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstütze ich Sie bei der veränderten Gefährdungsbeurteilung sowie den Unterweisungen.

Hier finden Hamburger Arbeitgeber das Formular zur vorgeschriebenen Meldung einer werdenden oder stillenden Mutter.

Happy Birthday ArbSchG!

Vor 20 Jahren, am 21.8.1996 trat das Arbeitsschutzgesetz  als Umsetzung einer Europäischen Rahmenrichtlinie in Kraft. Damit wurde erstmalig ein einheitliches Arbeitsschutzrecht für alle Beschäftigten in Deutschland geschaffen. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet in erster Linie Arbeitgeber, Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen, allerdings werden auch die Arbeitnehmer zur Umsetzung in die Pflicht genommen.

Wesentliche Neuerung war die Einführung der Gefährdungsbeurteilung (im Gesetz „Beurteilung der Arbeitsbedingungen“ genannt) als zentrales Instrument des Arbeitsschutzes.

Die Gefährdungsbeurteilung soll nicht als einmalige Aktion verstanden werden sondern systematischer Prozess, in dem Gefährdungen analysiert und bewertet, Lösungen gefunden, umgesetzt und anschließend bewertet werden. Im Zuge regelmäßiger Revisionen der Gefährdungsbeurteilung wird die Wirksamkeit und Aktualität anhand neuer Erkenntnisse und geänderten Gegebenheiten überprüft.

Was nützt mir die Unfallversicherung?

Was bringt mir als Unternehmer eigentlich die Unfallversicherung? Ist dies nur ein weiterer Kostenfaktor?

In einem Kurzfilm der DGUV (Dachverband der gesetzlichen Unfallversicherungen) wird erklärt, welchen Nutzen Arbeitgeber durch die Übernahme der zivilrechtlichen Haftung bei Unfällen haben.

 

Arbeitsschutz – ein Rundfunkbeitrag:

 

Durchgangsarzt

Der Deutschlandfunk klärt in seiner Sendung „Verbrauchertipp“ am 18.3. 2016 darüber auf, was bei einem Arbeitsunfall zu beachten ist.

Viele Beschäftigte wissen nicht, dass bei einem arbeitsbedingten Unfall zunächst ein „Durchgangsarzt“ aufzusuchen ist. Der Durchgangsarzt – kurz „D-Arzt“ genannt – ist ein von den Berufsgenossenschaften zugelassener und geschulter Arzt, der nicht nur die Erstbehandlung, sondern das  gesamte Heilverfahren bis zur Rehabilitation koordiniert. Bei sehr leichten Verletzungen muss dieser nicht unbedingt aufgesucht werden, ebenso bei schweren Verletzungen – hier ist ein schneller Transport – möglichst in die nächste berufsgenossenschaftliche Klinik angebracht. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Durchgangsarzt

Arbeitssicherheit für Ehrenamtliche in Vereinen und Kirchengemeinden

Sind Sie als ehrenamtlicher Mitarbeiter abgesichert, falls ihnen etwas passiert? Bedenken Sie: auch im bürgerschaftlichen Engagement passieren Unfälle, die schwere Folgen haben können.

Helm

Ehrenamtliche Mitarbeiter und Funktionsträger in Vereinen und religiösen Gemeinschaften können (wenn sie nicht  wie etwa bei öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften pflichtversichert sind) eine freiwillige Versicherung abschliessen.

Eine Versicherung bei der gesetzlichen Unfallversicherung bietet für einen geringen Beitrag (Stand 2016: 3€/anno) vergleichbare Leistungen wie für hauptamtliche Versicherte.

Informationsflyer der VBG Hamburg für Religionsgemeinschaften, für gemeinnützige Vereine und Sportvereine.